Schlüssel, eine ganz besondere Liebe

Schlüssel, eine ganz besondere Liebe

Bereits mit 5 Jahren beschäftigte ich mich mit Schlüsseln.  Der Erstkontakt war damals die jährliche Inventur in der Firma. Natürlich auch die Faszination von Tresoren,  die nicht zuletzt durch die Lustigen Taschenbücher und Dagobert Ducks Geldspeicher immer wieder aufs Neue in mir geweckt wurde. Heute sind es die vielen verborgenen Geheimnisse, die hinter den für viele so „normalen“ Schlüsseln liegen.
Ein herrenloser Schlüsselbund am Wirthaustisch erweckt in mir den Drang, zu analysieren. Was öffnet und schließt denn der Besitzer damit alles. Ein keiner silberner mit nur 3 Zacken, wohl der Briefkasten. Ein langer mit Bohrungen und einer kryptischen Nummer, in der Nummer ein „T“…. das kann nur für „Top“ stehen. Eine kurze Frage dazu , „sperrt der deine Wohnung?“, ein verblüffendes „Ja, woher …..“, und dann noch die überraschende Ergänzung, „in der  Swarovski-Strasse 15, oder?“, wonach ich endgültig alle am Tisch in den Bann der Schlüssel gezogen habe. Ein großer  Schlüssel mit einem streifenförmigen Bart, klarerweise für den Tresor und dann noch ein kleiner mit Zacken, schwarzem Kopf und Abus drauf. Kann nur ein Fahrradschloß sein. Am Ende ein schwarzen Bügelschloß? Erneut Verwunderung in der Runde.
Jeder trägt die Schlüssel immer bei sich, die die für ihn wertvollen Dinge öffnen oder versperren. Daher ist ein Schlüsselbund mehr als ein klapperndes Metall-Sammelsurium. Kinder sind fasziniert, wenn es glitzert und klappert. Aber Kinder sind noch mehr begeistert, wenn sie ein Schloß damit öffnen können. Begeisterung in den einfachen Dingen finden, da sind uns die Kinder voraus.
Werden diese Schlüssel von der Bildfläche verschwinden? Vorbeter der Digitalisierung sagen, schon. Wenn ich mir die Geschichte ansehe, dann werden wir wohl auch in 100 Jahren noch immer mit Schlüsseln sperren. Sicher nicht mehr alles, aber es wird Schlüssel geben. Allein schon für die Kinder …

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